Über Leben ohne Lepra e.V.

1989 haben wir einen gemeinnützigen Verein gegründet, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Lepra- und Tuberkolosekranken zu helfen und ihre Lebenssituation zu verbessern.

Seitdem arbeiten wir mit dem Sarthak Manav Kushthashram (SMK) in Jaipur Nordindien und dessen Verantwortlichem Suresh Kaul zusammen.

Die absolute Prorität hat für uns die medizinische Versorgung.
Parallel zur stationären Behandlung führen wir ein Vorsorgeprogramm durch. Ein Team von Helfern sucht in Dörfern und Slums nach möglichen Lepra- und Tuberkulosepatienten, verabreicht Medikamente und informiert über Hygiene- und Vorsorgemaßnahmen.
Auf diese Weise werden die Patienten im Anfangsstadium der Erkrankungen gefunden und vor schweren Folgeschäden bewahrt.

Wenn operative Eingriffe notwendig werden, übernehmen wir die dafür anfallenden Kosten.

Zur körperlichen Gesundung gehört für uns auch die Vermittlung und Wiederherstellung des Selbstwertgefühls.
Nach dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" errichteten wir eine Webfabrik mit Maschinenwebstühlen und Möglichkeiten zur manuellen Erstellung von Tüchern, die wir als Tischdecken, Bettüberwürfe, Sets, Kissen oder Gardinen verkaufen.

In unserem Rehabilitations- und Reintegrationszentrum werden die Patienten therapiert und erhalten eine ihren Fähigkeiten entsprechende Ausbildung (Autowerkstatt, Ackerbau, Viehzucht und Schneiderei), die ihnen nach dem Training ein "almosenfreies Leben" ermöglichen soll.

Seit dem Frühjahr 2002 finanzieren wir die Ausbildung von Kindern der Leprakranken in den Slums, ohne die häufig ein Weg als Bettler oder Protituierte vorgezeichnet ist.

Wir kommen für alle Unkosten auf, die einen regulären Schulbesuch ermöglichen - wie Schulgeld, Schuluniformen, Lernmaterialien und Betreuung durch einen Sozialarbeiter.
Die Zahl der Stipendiaten ist auf 300 angewachsen.
Durch die Ausbildung bekommen sie Selbstbewusstsein, Würde und eine Chance auf eine eigene Existenz.

So arbeiten wir vor Ort

  • Verkauf von Tüchern aus der Leprastation auf Stadtfesten, Weihnachtsmärkten, in Schulen, auf Kirchentagen oder Seniorennachmittagen.
  • Benefizkonzerte
  • Diavorträge
  • Geldspenden zu besonderen Anlässen (Geburtstage, Jubiläen, Beerdigungen) anstelle von Geschenken oder Blumen
  • genehmigte Haussammlungen (z.B. durch den Frauenbund)